HSDPA
HSDPA ist ein Akronym für “High Speed Downlink Packet Access” und bezeichnet ein Verfahren zur Datenübertragung im Mobilfunk.
Das Verfahren ist eine Protokollweiterentwicklung bezüglich dem Mobilfunkstandard UMTS und erreicht in der Praxis Empfangsdatenraten (genannt Downlink) zwischen 1,8 MBit/s (HSDPA 1) und 7,2 MBit/s (HSDPA 3). Werden Daten von einem HSDPA fähigem Endgerät gesendet (genannt Uplink), sind Datenraten zwischen 0,384 MBit/s (HSDPA 1) und 3,6 MBit/s (HSDPA 3) möglich. Die Datenraten werden unter anderem noch von der Verkabelungsqualität der Mobilfunkmasten beeinflusst und von der Anzahl der Mobilfunkteilnehmer in Reichweite eines Mastes. Von der Datenrate her kann HSDPA mit dem Übertragungsstandard DSL verglichen werden, welcher kabelgebunden definiert ist.
Mit HSDPA wird, im Gegensatz zu UMTS, die Übertragung der Daten effektiver aufgebaut. Dies geschieht zum einen über die Anpassung der Datenrate in Abhängigkeit der Empfangsqualität. Trotzdem wird jedem Teilnehmer aber eine Mindestdatenrate garantiert. Zum anderen werden alle verfügbaren Kanäle zur Datenübertragung genutzt. Alle 2 ms wird über die Zuteilung der Prioritäten neu entschieden.
Es lässt sich feststellen, dass mit HSDPA viele mobile Datendienste erstmals eine ausreichende Datenrate zur Verfügung haben um praxistauglich arbeiten zu können. Der Ausbau des Netzes schreitet voran und versorgt, abhängig vom Provider, momentan etwa 50% bis 80% der deutschen Bevölkerung mit HSDPA und einem Downlink von 3,6 MBit/s. Die Investitionskosten der Netzbetreiber beim Ausbau von HSDPA sind relativ hoch, da nicht nur in die Mobilfunkmasten investiert werden muss sondern auch in die Netzinfrastruktur. Trotzdem bietet der Standard noch viel Potenzial und ist insgesamt ein Wachstumsmarkt.